Buchreihe, Fantasy, Rezension

Die Blutkönigin (Die Königinnen von Renthia, Band 1) von Sarah Beth Durst

Daleina gehört zu den wenigen Frauen, die über die Gabe verfügen, die Elementargeister zu kontrollieren, die das Königreich Renthia terrorisieren. Diese Frauen werden Königin – oder sterben bei dem Versuch, zerfetzt von den Klauen und Zähnen der Elementare. Daleina ist bei weitem nicht die mächtigste der potentiellen Erbinnen der Königin. Doch dann wird ausgerechnet jener Mann ihr Mentor, der die amtierende Königin liebt – und von ihr verraten wurde.

Mit gerade mal 10 Jahren muss Daleina miterleben wie die sonst friedlichen Elementargeister ihr ganzes Dorf vernichten. Einzige alleine ihrer Fähigkeit die Geister zu befehligen und zu kontrollieren, verdankt ihrem Vater sein Leben. für Daleina ist das jedoch ein Schlüsselerlebnis. Sie möchte das so etwas nie wieder passiert. Deshalb macht sie sich auf um eine der Thronanwärterinnen des Landes zu werden. Denn nur so kann sie sich und ihre Familie beschützen.

Leicht wird es nicht, denn sie hat zwar eine gewisse Kraft aber die ist im Vergleich zu ihren Kameradinnen eher gering. Trotzdem schafft es Daleina immer wieder alles zum Guten zu wenden. Dabei hat mir sehr gefallen das sie keine Mary Sue ist, der alles gelingt. Nein, sie hat oft Selbstzweifel, schätzt ihre Fähigkeiten gut ein und wirkt dennoch nicht schwächlich. Eher im Gegenteil. Im weiteren Buchverlauf wird sie immer stärker und man kann ehrlich schön miterleben, wie sich Daleina selbst immer zu besseren Leistungen antreibt. Ihr eigenes Wohl stellt sie dabei oft hinten an. Ich muss ehrlich sagen, das ich Daleina als weibliche Hauptperson einfach klasse finde. Endlich mal eine Protagonistin mit der ich zufrieden bin. Sie ist mutig, hart zu sich selbst ohne zu verbissen zu sein, kämpferisch und für ihre Freunde und Familie tut sie alles. Herrlich.

Auch der männliche Part, der hier keine Liebesgeschichte mit der Prota am Start hat, ist klasse. Er ist ein gefallener Meister, der aber trotz seiner Fähigkeiten eine sehr liebenswürdige Art hat. Er ist hart in der Ausbildung, aber gerecht. Auch sein brüchiges Verhältnis zur amtierenden Königin zeigt, das Ven nicht nur der raue Kerl ist vor dem man Respekt haben muss. Er hat auch eine ganz andere Seite.

Die Handlung selbst ist meiner Meinung nach echt lesenswert. Es gibt Intrigen und jede Menge Spannung. Sogar die Wendung die es mit einer der Figuren genommen hatte, hat mich überraschen können. Was ich aber auch noch erwähnen will ist die wahnsinnig schöne Beschreibung der Orte und dem Ganzen drumherum. Ich hatte es so richtig bildhaft vor Augen, das schöne Leben hoch oben zwischen den Baumkronen. Sowas habe ich lange nicht mehr gelesen. Auch der ganze Schreibstil an sich ist unglaublich passend und herrlich bildhaft.

Das klingt jetzt vielleicht ein wenig sehr hochtrabend, aber das war für mich das BESTE Fantasybuch 2017. Hier ist einfach alles richtig gemacht worden und ich bin jetzt schon total gespannt auf den zweiten Teil. Für FantasyFans ein echtes Must have und für mich persönlich DAS Lesehighlight 2017. ( Diese Rezension ist ein Re-Read, da ich aktuell den zweiten Teil habe und demnächst lese und rezensiere)

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